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Jan Tenner - pädagogisch wertvoll
geschrieben von: Sonnenzünder (IP gespeichert)
Datum: 23. Mai 2015 21:42

Auch wenn die Jan-Tenner-Serie oft weder Hand noch Fuß hat, ist sie doch auch pädagogisch wertvoll finde ich.

Zweistein ist eindeutig als Schurke erkennbar, er zeigt sogar in Folge 22, dass er durchaus zum Guten fähig wäre, wenn er nur wollte.

Ich finde, dass jede gute Serie ein Feindbild braucht, besonders für Kinderserien ist das wichtig. Wie soll ein Kind sonst lernen, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden oder wie mit Feinden umzugehen ist. Auch das wird hier immer wieder deutlich. Vor allem Jan, aber auch seine Freunde würden Zweistein niemals einem grausamen Schicksal überlassen. Auf dem Wüstenplaneten, wo Zweistein sie in die Falle gelockt hat, wollten sie ihn vor der Atomexplosion retten, er ist allerdings dann entwischt. Auf dem Planeten der 1000 Wunder kümmern sie sich um ihn, als er völlig erschöpft daliegt – nun gut, General Forbett geriet da ins Wanken. Als sie den Planeten der 1000 Wunder verlassen, nehmen sie ihn mit zur Erde. Entgegen dem Vorschlag General Forbetts wünscht Jan die Leonen nicht mit dem Stein der Macht zur Hölle, sondern er kann letztendlich die Freunde dazu bewegen, den Leonen zu helfen. Das sind, denke ich, die wichtigsten Beispiele.

Seytania vollzieht den Wandel vom Bösen zum Guten und kämpft zum Schluss Seite an Seite mit Jan Tenner und seinen Freunden gegen das Nichts.

Die sieben Prüfungen, die die Freunde bestehen müssen, um den Stein der Macht erringen zu können, zeigen doch ziemlich deutlich, dass man mit der Macht gewissenhaft umgehen muss und sie nur im Team erlangen und halten kann. Wäre jeder von ihnen allein unterwegs gewesen, hätte wohl niemand den Stein der Macht bekommen. Laura wäre schon an der ersten Prüfung gescheitert, General Forbett bei der zweiten, spätestens aber bei der fünften. Jan geriet bei der vierten Prüfung ins Wanken. Professor Futura wäre aufgrund der Verletzung zugrunde gegangen. Sie haben die Prüfungen bestanden, weil sie gemeinsam darum gekämpft und sich gegenseitig immer wieder gestärkt und einander ins Gewissen geredet haben, wenn sie „schwach“ wurden und vom Weg abkamen.

Die Leonen stimmen mich auch nachdenklich. Sie werden zwar als kriegerisch beschrieben und sicher auch so wahrgenommen. Aber seien wir mal ehrlich. Der Mensch ist kein Gramm besser. Sind wir nicht auch dabei, unseren eigenen Planeten auszupressen wie eine Zitrone, um unsere unstillbare Gier nach Energie zu befriedigen. Beuten wir nicht die ärmeren Länder und sogar unsere eigenen, einkommensschwachen Landsleute aus, weil wir unsere Nahrungsmittel und Alltagsgegenstände immer billiger haben wollen? In einigen Ländern gibt es schon regelrechte Machtkämpfe um Wasser. Wissenschaftler denken schon darüber nach, ob es irgendwann möglich sein könnte, auf Asteroiden zu landen und dort die Bodenschätze abzubauen. Nicht auszudenken was passiert, wenn wir es in ferner Zukunft in möglichst kurzer Zeit bis zu den Sternen schaffen und dort auf erdähnliche Planeten und vielleicht sogar auf intelligente Wesen treffen sollten. Wären sie unseren Plänen nicht möglicherweise auch im Weg? Wer weiß. Ich bin deshalb sehr vorsichtig, die Leonen als Schurken zu bezeichnen. Sie sind für mich vor allem erst einmal Wesen, die sich durch die Verschwendung ihrer eigenen Bodenschätze und wahrscheinlich auch durch Überbevölkerung selbst in eine Notlage gebracht haben und dann den falschen Weg gewählt haben, um diese Not zu lindern. Ich denke, so manchem Großkonzern täte es mal ganz gut, sich mal den Leonenzyklus anzuhören, bevor die nächste Ölplattform errichtet oder die nächste Maisplantage für Biosprit abgesteckt wird. Sonst sind wir Menschen es eines Tages, die als kriegerisches Volk wahrgenommen werden.

Re: Jan Tenner - pädagogisch wertvoll
geschrieben von: Mobbi (IP gespeichert)
Datum: 23. März 2017 20:41

Stark, mehr davon!



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